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Denkender Mann auf Couch

Was sind psychische Krankheiten?

Psychische Krankheiten (oder psychische Störungen) sind länger andauernde seelische Belastungen oder Veränderungen, die das Denken, Fühlen oder Verhalten eines Menschen so stark beeinflussen,
dass der Alltag, die Arbeit, Beziehungen oder das Wohlbefinden deutlich darunter leiden.

Sie sind keine Schwäche und auch nicht selbst verschuldet, sondern entstehen durch ein Zusammenspiel aus:

  • Biologischen Faktoren (z. B. Gene, Hormone, Gehirnchemie)

  • Psychologischen Faktoren (z. B. Denkmuster, Persönlichkeit)

  • Sozialen Faktoren (z. B. Erziehung, Beziehungen, Stress, Trauma)

Wie unterscheiden sich psychische Krankheiten?

Es gibt viele verschiedene Arten – hier einige Hauptgruppen, mit einfachen Erklärungen:
Kategorie: Depressive Störungen
Beschreibung: Anhaltende Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Energieverlust
Beispiel: Depression

Kategorie: Angststörungen
Beschreibung: Übermäßige, oft unbegründete Ängste oder Panik
Beispiel: ​Generalisierte Angststörung, Panikstörung, Phobien

Kategorie: Traumafolgestörungen
Beschreibung: Nachwirkung schwerer Erlebnisse (z. B. Gewalt, Unfall, Missbrauch)
Beispiel: PTBS, komplexe PTBS

Kategorie: Zwangsstörungen
Beschreibung: Wiederkehrende, belastende Gedanken oder Handlungen
Beispiel: Wasch- oder Kontrollzwänge

Kategorie: Essstörungen
Beschreibung: Störungen des Essverhaltens und Körperbildes
Beispiel: Magersucht, Bulimie, Binge Eating

Kategorie: Persönlichkeitsstörungen
Beschreibung: Dauerhafte Muster im Denken/Fühlen, die zu inneren Konflikten führen
Beispiel: Borderline, narzisstische PS

Kategorie: Psychotische Störungen
Beschreibung: Verlust des Realitätsbezugs
Beispiel: Schizophrenie

Kategorie: Suchterkrankungen
Beschreibung: Abhängigkeit von Substanzen oder Verhaltensweisen
Beispiel: Alkohol-, Drogen-, Spielsucht

 

Wie sie sich gegenseitig beeinflussen

Beispiel

Trauma → Angststörung

Nach einem Unfall oder Missbrauch entsteht starke Grundangst

 

Trauma → Depression

Gefühl von Sinnlosigkeit, Leere, Schuld

 

Trauma → Dissoziation

Abspaltung von Gefühlen, „nicht im Körper sein“

 

Trauma → Sucht / Essstörung

Versuch, sich selbst zu beruhigen oder Kontrolle zu spüren

 

Trauma → Beziehungsprobleme

Schwierigkeiten mit Nähe, Vertrauen, Grenzen

 

Depression ↔ Angststörung

Dauerangst führt zu Erschöpfung – Erschöpfung verstärkt Angst

 

Angst ↔ Zwang

Zwangsrituale als Versuch, Angst zu kontrollieren

 

Sucht ↔ Depression

Sucht betäubt Gefühle – macht langfristig noch trauriger

 

Trauma ↔ Persönlichkeitsstörung

Frühe emotionale Vernachlässigung beeinflusst die Entwicklung des Selbstbildes

 

Kurz gesagt:

Trauma ist oft kein eigener „Ast“, sondern der verletzte Boden, aus dem viele Störungen wachsen.

Im Untermenü finden Sie einfühlsam aufbereitete Informationen über verschiedene psychische Störungen – mit dem Ziel, Verständnis zu fördern und Orientierung zu geben.

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